Googlability
In der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche (leider ist der komplette Artikel nur in der Offline-Ausgabe) wird über die in der letzten Zeit immer häufiger diskutierte eReputation berichtet. Angeblich analysieren bereits knapp 30% der Unternehmen ihre Bewerber und damit ihre zukünftigen potentiellen Arbeitnehmer- und häufig genug bedeutet das das Aufdecken von KO-Kriterien.
Wie man das Internet für sich selbst nutzen kann, zeigt der WiWo-Redakteur Jochen Mai mit seiner für den o.a. Artikel geschaffenen Person Reiner Fakeman Leben wir mittlerweile in einer Fake-Welt? Zählen am Ende nur noch die beste Reputation und die coolste Show im Netz und nicht mehr die Inhalte?
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Von: Sebastian - 18 November 2006, 16:15, Abteilung: Consulting

Hey! Gibt’s denn sowas? Mr. Fakeman scheint noch nicht bei OpenBC zu sein….
Kann man ihn denn in StudiVZ finden?
— Katrin 18 November 2006, 16:20 #
Muss dann ab sofort auch eine Seite mit allen Links in die Bewerbungsmappe, damit man den Personalern die Arbeit erleichtert? Gibt es da vielleicht gar schon Formvorgaben bzgl. Chronologie, Layout, etc.?
Mein Gott, dass muss doch einem mal gesagt werden…
— Ulf 18 November 2006, 17:05 #
Ich hab den Artikel noch nicht gelesen, aber ich würde das nicht aus der Perspektive “How much can you fake” betrachten, sondern eher “Mind your Back”.
Wie dieser Bericht hier zeigt, gibt es ganz schnell auch mal Sachen die nicht so gerne gefunden werden sollen.
Was das Beispiel Rainer Fakeman angeht so muss man doch sagen, dass das sehr konstruiert ist. Sobald die Namen mal ein bißchen gewöhnlicher werden, steht man einem deutlich größerem Berg an Daten gegenüber. Dann kann man nicht mal schnell alle Internet Infos auf einen Blick sichten.
Also: Ball flachhalten, Sauffotos hinter nem Rigel halten
— der_jens 18 November 2006, 17:50 #
Während Ihr jetzt alle nach Euren Namen googelt, um zu checken, was man bisher so über Euch rausfinden kann, passt bitte auf, dass Ihr nicht der “Google-Onanie” verfallt. So nennen nämlich Computerjournalisten das wiederholte Eingeben des eigenen Namens bei Google.
— Katrin 18 November 2006, 20:54 #
Also das gibt es schon so lange ich im Internet surfe. Früher hat man das “ego-surfing” genannt. Ich frag mich was da jetzt so neu dran sein soll…
— der_jens 18 November 2006, 21:30 #
Habt ihr mal nach mir gegoogelt und gesehen was ich so alles in meiner Freizeit treibe?
Uni Regensburg, Abt, Marathonläufer, Psycho-Forscher und und und. Ziemlich oft halte ich mich in meiner neuen Wahl- und Subventionsheimat Österreich auf. Der echte rangiert übrigens erst auf Seite 35 ff. (oder so, das war zumindest der Stand vor einigen Monaten, als ich danach suchte…)
— Christian 19 November 2006, 12:19 #
Für die, die keine Wiwo gedruckt haben, habe ich den Artikel ausführlich zusammengefasst. Hier:
http://turi-2.blog.de/2006/11/18/karrierekiller_google~1343754
— Peter Turi 19 November 2006, 14:41 #
natürlich ist ego-googeln ein alter hut. neu ist aber das fremdgoogeln, bzw. systematische nutzen dieser infos durch personaler und personalberater.
wer einen gewöhnlichen namen trägt (peter müller), genießt nur vermeindliche anonymität qua masse. in der regel sind personaler schon so schlau, den namen mit dem in der bewerbungsmappe stehenden wohnort, beruf, uni, e-mail oder sonstigem zu kreuzen. und schränkt sich die auswahl sehr schnell wieder ein.
übrigens auch ganz spannend: den eigenen namen mit schimpfwörtern zu kombinieren. manchmal findet sich so sehr schnell ein böser kommentar in anderen foren oder blogs…
— Reiner Fakeman 21 November 2006, 18:00 #
Ich hoffe, dass Du so (eigener Name und Schimpfwort) nicht auf unseren Blogg gestoßen bist?
— Sebastian 21 November 2006, 19:20 #
Re Sauffotos: Fällt ein aalglatter online-Lebenslauf nicht genauso negativ ins Gewicht? Als Personaler würde ich mich in diesem Fall fragen, ob die sich bewerbende Person denn überhaupt kein Leben hat?!
— Reneé Fakewoman 26 November 2006, 15:03 #
ich kann euch da beruhigen: Ich google neben meinem eigenen Namen auch die Euren in regelmäßigen Abständen und bin noch auf nix Erwähnenswertes gestoßen, was ich gerne für meine Memoiren nutzen würde :). Zudem möchte ich kurz daran erinnern, dass Blog-Berichterstattung über exessive Saufgelage, Fotostrecken über die eine oder andere bizarre Performance in Clubs oder Bars oder auch die Tatsache, dass man sich zur Gewohnheit gemacht hat, nach durchzechten Nächten den Barkeeper/Türsteher/Typ, der da an der Bar stand oder auch den Nachbarn der Gastgeberin, den man beim Verlassen der Wohnung im Hausflur kennengelernt hat (Achtung, wahre Geschichte, aber natürlich nicht von mir!) mit nach Hause zu nehmen, selten mit kompletter Namensnennung verbunden. Da können die Personaler von mir aus Name in Kombi mit Schule, Wohnort und was weiss ich nicht noch eingeben, bis sie schwarz werden. Dennoch: Respekt an all die Pionniere, die in ihrem StudiVZ Account regelmäßig Eintragungen im Gästebuch von Frauen erhalten, die sich für die nette Nacht bedanken, oder auch direkt als Hobby “Party, Frauen und Alkohol” angegeben haben”! Transparenter wirds nicht mehr! Also lieber immer mit Spitznamen arbeiten oder sich gleich ein Pseudonym zulegen (so wie ich jetzt grade :) )!
— Die Chefin 26 November 2006, 16:10 #
@ Reiner Fakeman: Gibt es nun einen unterschied zwischen Google-Onanie und Ego-surfing/googeln? Oder bezieht es sich auf das gleiche?
— Katrin 26 November 2006, 17:06 #