Schlag den Raab

Wer hat Schlag den Raab gesehen? Ein Bewerber spielt mit Stefan Raab 15 Spiele und kann als Sieger des Spiels eine Millionen Euro gewinnen! Klingt eigentlich erstaunlich, fraglich ist aber, wie viel vom Spiel echt ist und wie die Bewerber ausgewählt werden. Liest man die Foreneinträge werden zumindest einige komische Geschichten diskutiert. Besonders auffällig: als der Kandidat, Johannes R., 60:6 hinten liegt, werden seine Freundin und Kumpel befragt, was er besonders gut könne. Unabhängig davon, dass der Kumpel außer Basketball nur Gestottere herausbringt, nennt seine Freundin die Punkte Basketball und Allgemeinwissen. Und siehe da: das nächste Spiel (nach der Werbung natürlich) ist Basketball und das folgende „Blamieren oder Kassieren“. Strange?

Das wirklich Erstaunliche ist allerdings, wie der Kandidat für das Spiel ausgewählt werden konnte. Ok, er studiert BWL und Jura in Regensburg im “Elite-Studiengang”, war mal deutscher Jugend-Basketball-Meister und sieht einigermaßen ordentlich aus. ABER: eigentlich hat er gegen den Raab überhaupt keinen Stich gemacht, um nicht zu sagen, es war eine wirklich peinliche Vorstellung, gespickt mit einem, naja sagen wir mal, nicht gerade sympathischen Verhalten. Ob das die Arbeitgeber aus dem Bereich Asset/Wealth Management auch elitär finden?

| Von: Sebastian - 19 November 2006, 01:27, Abteilung: Consulting

  1. 1. Möchte man dann noch den regensburger Durchschnitt kennenlernen?
    2. Am Anfang werden 5 potentielle Gegner vorgestellt, dann entscheidet das TV-Publikum per Anruf und SMS (irgendwo muss ja die Kohle herkommen. By the way: alleine um sich zu bewerben muss man bereits knapp 1€ zahlen). Ich dachte, J.R. hätte gewonnen, weil er über ein relativ großes Netzwerk als Regensburger Student verfügt. Bis ich enttäuschend nur 36 Xing-Kontakte feststellte. Na ja, vielleicht werden es nach heute Abend ja mehr.
    3. Kurz noch was zum elitären Metzgerlehrling (mit “sehr gut” als Bezirksbester abgeschlossen!): Jener hat selbst 5 Semester Jura studiert, dann aber offensichtlich festgestellt, dass ihm dies nicht zu den Millionen verhelfen wird. Kann man nach der Show wohl nur bestätigen…


    — Katrin    19 November 2006, 01:35    #
  2. Also ich habe es auch geschaut!
    1. Als ich die Kandidaten gesehen haben und die Vorstellungsfilmchen, war mir klar, dass der J.R. letzter wird. Die Vorstellung war vom übelsten. Ich würde sagen, Modell Ehassan Dariani (für Insider).
    2. Der Raab hat ihn mal sowas von platt gemacht! Der hat echt alles gegeben. Am heftigsten war das Klettern.
    3. J.R. hat irgendwie total die Motivation gefehlt. Der Raab hat zwischen drin immer mal rumgebrüllt und beim Sport alles aus sich raus geholt.
    4. Das mit dem Basketball war ja keine Info die plötzlich neu war. In dem Trailer am Anfang wurde das Thema schon breit belichtet. Ich glaube, dass immer auch ein Spiel dabei ist, dass einem der Kandidaten liegt. (Fußball hatten in den Trailer zwei als Spezialgebiet, Klettern eine).
    5. Ich hatte zwischendrin das Gefühl, der Raab spielt mit angezogener Handbremse. Für ihn ist das ja auch eine etwas ambivalente Sache. Einerseits will er gewinnen, andererseit braucht er einen spannenden Wettkampf, sonst schaut es bei nächsten Mal keiner.
    6. Trotdem war es eigentlich ganz spannend. Beim Stand von 60:19 hätte der J.R. nur noch die letzten beiden Spiele gewinnen müssen und er wäre Millionär gewesen. Und das obwohl der Raab 10 Spiele gewonnen hätte und er nur 5.


    der_jens    19 November 2006, 11:13    #
  3. Ich habe insgesamt sicher nicht mehr als 45 min von diesem Spektakel gesehen (Police-Academy-VI in der 486. Wiederholung war einfach spannender…) aber hatte mir von diesem Knaben auch mehr versprochen.

    Beim Klettern den Start verpasst, beim Badminton das “Spiel” verweigert und sein angeblich gutes Gedächtnis beim Merkspiel mit dem Film war auch nicht so brillant sondern zum Teil eher kreativ…

    Und so etwas studiert im Elite-Studiengang.


    — Ulf    19 November 2006, 12:20    #

 


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