Thunfisch in Pfefferkruste
Von unseren gestrigen fabelhaften Gaumenfreuden muss ich euch berichten. Solltet ihr “zufällig” mal ins Münchner Hinterland (bisweilen auch Speckgürtel oder Outback genannt) kommen, dann wäre das ein Restaurant, dessen Besuch sich durchaus lohnen könnte.
Zwischen Haimhausen und Eching (für alle ortsunkundigen: am Land) in einem ehemaligen Doppelhaus findet sich Eriks Restaurant. In einer Lage in der man bisweilen tellergroße Schnitzelmonster oder einen deftigen Schweinsbraten erwarten würde, versteckt sich ein raffinierter Italiener, der absolut nichts mit den Pizza-Italo-Klitschen gemeinsam hat, auf die man sonst treffen kann. Die Küche lässt sich mit “mediteran”, so glaube ich, ganz treffend bezeichnen.
Eine Karte hängt zwar obligatorisch am Eingang, darauf steht allerdings nur Lasagne, Tris di Pasta und Saltimbocca. Was es gibt findet sich auf einer Tafel im Lokal und weil auf die Tafel nicht alles passt was die Saison her gibt, hält der Chef für die Gäste stets eine kleine Rede um die weiteren Leckereien vorzustellen.
Für uns gab es gestern zur Vorspeise Thunfisch in einer Salz-Pfeffer-Kruste, der nur leicht angegart und daher im Kern noch roh war, mit Avocado-Streifen und getrockneten Tomaten (das ganze gestapelt) bzw. gegrillte Tintenfischtuben (die so zart waren, dass man getrost die Schuhsohlen auf denen man beim Griechen herumkaut vergessen kann) auf Rucolasalat.
Zur Hauptspeise Pasta. Einmal gefüllt mit einer Mischung aus Bärlauch, Ricotta und Kartoffeln und einmal mit weißem und grünem Spargel. An der Soße hätte man allerdings unserer Meinung noch etwas arbeiten können. Nichts desto trotz, auch das sehr lecker. Klar, dass es zum Schluss noch ein Dessert braucht. Ich habe mich für den Espresso-Pudding entschieden.
Drei WTM-Hauben für diesen Genuss und ein Preis-Leistungsverhältnis, bei dem wir andernorts bereits nach der Vorspeise aufgeben müssten.


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