So kann isch net abbeide
So würde man meinen Gemütszustand am frühen Morgen als alter Hesse bezeichnen. Was ist geschehen? Eigentlich wollte ich ja nur nach München auf eine Konferenz fahren. Für einen Tag, ohne Übernachtung, mit der Bahn, auf eigene Kosten. Was passiert, ich rutsche in die Suche nach dem Passierschein A38 (lustig, dass es dazu sogar einen Wikipedia Eintrag gibt). Als ich den dann endlich hatte, musste mein Chef noch unterschreiben, dann heute Morgen freudestrahlend zur Verwaltung und… “Jaa wo soalls denn hi geän?” Nach München! “Joaa hoam sie da koine EInlaadung oada soa?”
Also ich wieder zurück, Einladung ausgedruckt und siehe da, “Hosianna”, nichts mehr auszusetzten.
Doch ich hatte die Rechnung ohne die Bibliothek gemacht. Dort konnte ich nachdem ich mein letztes Buch aus Studententagen abgegeben hatte nun endlich meinen Ausweis als wiss. Mitarbeiter beantragen. Ein Bestätigungsschreiben lag schon seit 4 Wochen vor. Doch leider hatte die Sekretärin vor 14 Jahren in das erste Schreiben, was seit dem jeder ausgestellt bekommt, der neu am Lehrstuhl anfängt, als Stellenbeschreibung DOKTORAND eingetragen. “Tja und Doktorand das kann ja vieles Bedeuten.” Zum Glück kam die Sekretäring gerade just in diesem Moment in den Raum und konnte bestätigen, dass ich “richtiger” Mitarbeiter bin. Doch das genügte nicht, jetzt wurde auf dem Schreiben akkurat mit rotem Stift das Doktorand durchgestrichen und durch wissenschaftlicher Mitarbeiter ersetzt. Selbst unsere erfahrene Sekretäring erlebt wohl noch immer neues mit der Verwaltung. Als sie dann fragte, kann ich die Änderung einfach abzeichnen, meinte die Dame aus der Bib: “Ne, das schreiben sie bitte nochmal neu!” Nachdem sie dann verdatterd zurück ins Büro ging, bekam ich tatsächlich meinen Ausweis. Ich möchte dazu noch einen bekannten Barrololiebhaber zitieren, der wahrscheinlich mal nach einer ähnlichen Situation sich zu dem Satz hinreißen ließ: “Alle erschießen!” (Was natürlich nicht wörtlich gemeint war und auch keine adäquate Lösung ist, aber die Verzweiflung gut widerspiegelt). Mein Papa meldet sich in einer solchen Situation dann manchmal mit den Worten “Hier ist der Buchbinder Wanninger ” zu Wort, und der hat nie in der Verwaltung gearbeitet.
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Von: customerofhell - 2 Mai 2007, 10:20, Abteilung: Research


Geduld! Geduld! Geduld! Wer die Ingolstädter Verwaltung schafft, schafft alles! Das sind doch rosige Aussichten!
— Sigrid 3 Mai 2007, 12:04 #
Danke für die aufmunternden Worte, heut gehts auch schon wieder besser.
— customerofhell 3 Mai 2007, 13:24 #
Jens, Du bist mein Held. Nicht nur für die Geduld an der WFI, sondern vielmehr für dieses kleine Din-A-6 Wunderzettelchen! Danke!
— Sigrid 3 Mai 2007, 19:51 #